Zeitreisen zu den magischen Orten unserer Region
Vogesen - Mont Michel bei Saverne
Nach
kurzer Wegstrecke sind sie für mich wie ein Einweihungsplatz an diesem
alten Berg. Auf einer kleinen Anhöhe gelegen schimmern 30 kreisrunde
Schalen bis zu einem Meter Durchmesser, gefüllt mit Wasser, das jetzt
zugefroren ist, dem Betrachter entgegen. Die grosse Felsplatte mit den vielen
Löchern schaut mich mit ihren dreissig Augen an und lässt mich in
eine andere Zeit blicken, in eine andere Dimension.
Das Wort Stampflöcher soll daher stammen, das im dreissigjährigen
Krieg hier Menschen in Not Getreide zerstossen haben sollen. Die Felsplatte
ist ca. 7 Meter breit und 10 Meter lang.
Links davon ist eine lange, tiefe Rinne.
Nun kommen wir zum eigentlichen Höhepunkt, dem Mont St. Michel. Die kleine
Michaelskapelle steht umgeben von hohen Bäumen. Es ist ein besonderer
Platz, das erkennt man sofort am Wuchs und den Verwachsungen der Bäume.
Ich gehe zunächst einige Stufen hinab und folge dem Schild ”Grottes
des Fees”, der Feenhöhle, die im Volksmund als ”Grottes des
sorcières”, Hexenhöhle, bezeichnet wird. Sie liegt unterhalb
des Kapellenberges. In der Mitte der Höhle ist eine sargähnliche
Vertiefung. Der ganze Platz mutet wie eine alte Einweihungshöhle an,
wo in früheren Zeiten Initiationen stattfanden, bevor die christlichen
Eroberer das verboten haben. Möglicherweise haben bereits die Kelten
hier ihre Kulte zu Ehren der drei Bethen gefeiert. Oberhalb der Höhle
ist im Sandstein eine kreisrunde Vertiefung auszumachen, die als ”Hexenschule”
bezeichnet wird.
Weiter lesen: Magischer Schwarzwald und Vogesen